Kurzer Exkurs durch die Geschichte

Franci saravi

 

(Franken der Saar)

 

Zeitdarstellung: Erstes Drittel des 7. Jahrhunderts

 

Kurzer Exkurs durch die Geschichte:

 

Bereits der 482 gestorbene Childerich I. hatte eine gewisse Unabhängigkeit des fränkischen Reiches von Rom aufgrund seiner militärischen Erfolge durchgesetzt.

Auf seinem Siegelring ist der Titel „Childerici regis“ erhalten.

Sein Sohn Chlodwig (+ 511) trat 482 seine Nachfolge an. Er eroberte das Reich des Syragius (486), das die Provinz Gallien und Teile der Belgica Secunda einschloss. Er unterwarf die Thüringer (491-502) und besiegte die Alamannen in der Schlacht von Zülpich (497). Da er gelobt hatte, sich im Falle eines Sieges taufen zu lassen, trat Chlodwig in Reims mit 3000 aus seinem Heer zum orthodoxen (katholischen) Christentum über. Durch diesen Schritt trennte der Glaube nicht mehr die Franken von den einheimischen Bewohnern Galliens, gleichzeitig ergab sich ein guter Kriegsgrund gegen die anderen germanischen Stämme, die dem arianischen Glauben anhingen. 498 eroberte er das Burgundische Reich. 507 besiegte er bei Vouille nordwestlich von Portiers die Westgoten.

 

Er übernahm die römischen Verwaltungsstrukturen damit gleichzeitig die bischöfliche Verwaltung der Städte. Zwischen 508 und 511 erließ er den „Pactus legis salicae“, eines der ältesten Beispiele einer schriftlichen Rechtssammlung eines barbarischen Königreiches. Hauptziel des „pactus“ ist es, durch Festsetzung von Bußgeldern und Strafen, Fehden und Blutrache zu vermeiden.

 

Er unterteilt das Volk in :

„Antrustiones“ (Wehrgeld 3 x 200 solidi), persönliches Gefolge des Königs, darunter die „Comes“, untersteht dem König persönlich, Statthalter in Residenz

„Genui, Franci“ (200 solidi Wehrgeld) (Freie), es existieren keine Adligen davon „ Domini“, sie beherrschen verschiedene Gruppen von Unfreien und besaßen umfangreichen Landbesitz.

„Liten“ (100 solidi Wehrgeld), dürfen Waffen tragen und besitzen die Möglichkeit bei Gericht aufzutreten.

„Servi,Casati, Pueri“ (36 solidi Wehrgeld), unfreie Diener oder Pächter

– „Coloni“, Haussklaven.

Nach „lex Salica“ betrug das Wehrgeld für eine Frau im gebärfähigen Alter das Dreifache eines gewöhnlichen Mannes oder einer Frau unter 12 bzw. über 40. Es gibt jedoch kein Erbrecht für Töchter. Das Wehrgeld für Männer steigt mit der Nähe zum König. Es existiert keine Sonderstellung für „Domici“. Allerdings bildet sich im 5. und 6. Jahrhundert allmählich ein fränkischer Adel heraus.

 

Man vermutet, dass der gallo-römischen Bevölkerungsmehrheit (5-6 Millionen) nur etwa 150.-200.000 Franken gegenüberstanden.

511 Aufteilung des Reichs durch Chlodwig I unter seine vier Söhne : Theuderich, Chlothar, Childebert und Chlodomar, dennoch existiert ein gemeinsames „regnum francorum“.

 

534 endgültiger Sieg über Burgund, wird jetzt Teil des Frankenreiches

 

539 Einfall Theudebert I ( Sohn Theuderich I )nach Italien, Einsetzung von „duces“ oder „patricii“ (Franken) in den eroberten Gebieten, die im Namen des Königs regieren.

 

560 Tod Chlothars I, Teilung des Reiches unter vier Söhnen, Gründung der Teilreiche Austrasien, Neustrien und Burgund

 

Austrasien: Gebiete zwischen Rhein und Maas, östlich des Rhein gelegene Gebiete, Champagne sowie Teile Mittel- und Südgalliens

 

Durch diese Teilung wurde das Königtum entscheidend geschwächt. Die inneren Fehden steigerten die Macht der fränkischen und römischen Aristokratie im fränkischen Reich.

 

Erst Chlothar II. (*584; +629) konnte zusammen mit seinem Sohn Dagobert I (623 bis 639) das Frankenreich wiedervereinigen. Allerdings musste Chlothar 614 im Pariser Edikt versprechen, die traditionellen Rechte des Adels, der Kirche und des Volkes zu respektieren.

 

Unter der Herrschaft Dagoberts I. (*ca. 608; + 639) wurde jedoch nach Rückschlägen in Aquitanien sowie Niederlagen in Thüringen und gegen die Wenden das Königreich Austrasien wiedererrichtet.

In diesem Zeitraum wurde insbesondere durch den Einfluss des Iren Columban der fränkische Adel christianisiert.

 

Chlothar II. verfügte die Einsetzung der Hausmeier, „major domus“ in den drei Reichsteilen. Der Hausmeier in Austrasien wurde, nach der Einsetzung des erst 15-jährigen Dagobert zum Unterkönig, Pippin der Ältere.

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